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Damit Medikamente nicht krank machen - Tipps zum Umgang mit Arzneien im Alter
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(PA) Köln im Januar 2012. Diabetes, Bluthochdruck, Arthrose, Knochenschwund – nur einige Beispiele typischer Alterskrankheiten. Mit höherem Alter steigen meist die Beschwerden. „Leidet ein Patient gleich an mehreren Krankheiten, die eine Medikamenteneinnahme erfordern, sprechen Mediziner von Multimorbidität“, erklärt Marion Wüst, Apothekerin der Versandapotheke fliegende-pillen.de. „Viele Menschen über 60 Jahren nehmen bis zu zehn Medikamente dauerhaft ein.“ Doch mit jedem zusätzlichen Medikament wächst das Risiko von Wechselwirkungen. Zu viel des Guten Sogenannte Polypharmazie, also die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente, ergibt sich aus mehreren Gründen: Häufig wissen Ärzte nichts von den Verschreibungen ihrer Kollegen und Patienten verlieren bei den zahllosen Rezepten den Überblick. „Hinzu kommt, dass viele Menschen hohe Erwartungen an die moderne Medizin stellen, weshalb sie schnell auf chemische Heilmittel zurückgreifen und keine Alternativen sehen“, sagt Marion Wüst. Dabei birgt unüberlegter Umgang mit verschiedenen Arzneien einige Risiken. Wirkungen heben sich auf, verringern oder verstärken sich. So rufen Abführmittel in Verbindung mit Medikamenten gegen Herzrhythmusstörungen in manchen Fällen verminderte Herzleistung und Ohnmacht hervor. Mittel zur Infarktvorbeugung hingegen vertragen sich nicht mit manchen Schmerzmitteln – im schlimmsten Fall kommt es zu inneren Blutungen. Und in der Reiseapotheke finden sich ebenfalls Beispiele: Wer regelmäßig Blutdrucksenker oder Antidepressiva einnimmt, verzichtet besser auf Reisetabletten gegen Übelkeit.
Marion Wüst weiß: „Bei der Medikamenteneinnahme gilt in der Regel: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.“ Zudem rät sie, bei neuen oder zusätzlichen Medikamenten in jedem Fall Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker zu halten. So sehen Patienten, ob für ein neues Präparat tatsächlich Notwendigkeit besteht und welche Risiken für Wechselwirkungen die Medikamente gegebenenfalls untereinander bergen. Bei ersten Symptomen alltäglicher Beschwerden wie zum Beispiel Kopf-, Hals- oder Bauchschmerzen helfen oft auch schon alternative Mittel: „Bewährte Hausmittel, spezielle Tees oder die einfache Wärmflasche zeigen in vielen Fällen bereits Wirkung“, bemerkt Apothekerin Marion Wüst abschließend. Weitere Informationen unter http://www.fliegende-pillen.de Quelle: http://www.presseanzeiger.de/infothek/gesundheit-medizin/559636.php |
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